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3 Auswirkungen von Panikattacken auf das tägliche Leben - Ein Bericht von Betroffenen

Ich weiß leider genau, wie es ist, mit Panikattacken zu leben. 6 Jahre lang hatte ich die plötzlichen und intensiven Angstschübe, welche mein Leben in vielen Bereichen erschwerten.   

In diesem Artikel erfährst du, wie Panikattacken das leben beeinflussen und wie du mit diesen neuen Herausforderungen umgehen kannst.

Auswirkungen von Panikattacken auf das tägliche Leben

Auswirkung 1: Das soziale Leben wird belastet

Panikattacken haben nicht nur gravierende Auswirkungen auf dein inneres Wohlbefinden, sondern können auch deine sozialen Beziehungen und Aktivitäten stark beeinflussen. Die ständige Angst vor einer Attacke kann dazu führen, dass du dich zurückziehst und bestimmte Situationen meidest, die potenziell Panik auslösen könnten. 

Ich weiß aus Erfahrung, dass Orte mit vielen Menschen zu regelrechten Angstzonen werden können und man beginnt, sich zunehmend isolieren. Oder es zumindest gerne würde. Es wurde immer schwieriger, ein soziales Leben aufrechtzuerhalten und sich an Aktivitäten zu beteiligen, welche mir Freude bereitet haben.

Dass Panikattacken und soziale Probleme stark zusammenhängen, ist auch in Statistiken klar ersichtlich. So ist neben dem Sammelbegriff der “spezifischen Phobien” bereits die Agoraphobie (Angst vor Menschenmengen) auf Platz 2 und die “Soziale Phobie” auf Platz 3 der häufigsten Phobien und Zwänge in Deutschland. 

Häufigkeit von Phobien

Auswirkung 2: Sinnkrise und Zukunftspläne

Arbeiten

Auch dein Berufsleben bleibt von den verheerenden Auswirkungen der Panikattacken nicht verschont. Die anhaltende Angst vor einer Attacke kann deine Konzentration beeinträchtigen und deine Leistungsfähigkeit mindern. 

Du könntest dich häufiger krankmelden oder sogar in Erwägung ziehen, deinen Job zu wechseln, um belastende Situationen zu vermeiden. Die finanziellen Ängste, die damit einhergehen können, verschlimmern oft die Situation und erhöhen den Druck, dem du dich ausgesetzt fühlst.

Darüber hinaus können Panikattacken deine Zukunftsplanungen und beruflichen Ambitionen beeinflussen. Die ständige Unsicherheit und Angst vor einer Attacke hindert viele Betroffene daran, sich neuen beruflichen Herausforderungen anzunehmen oder neue Job-Ziele zu verfolgen, die man sich früher erträumt hatte. 

Man fragt sich eben öfters, ob man noch in der Lage ist, schwierige berufliche Situationen zu meistern oder wegen der psychischen Krankheit zu eingeschränkt ist. Hier kommt auch das verminderte Selbstwertgefühl ins Spiel. 

Nicht vergessen!

Bitte denke immer daran, dass Panikattacken dich nicht als Person definieren und dass du trotz der Herausforderungen, mit denen du konfrontiert bist, immer noch Möglichkeiten hast, ein erfülltes (Berufs-)Leben zu führen. 

Lass dich nicht von den Panikattacken entmutigen, sondern suche nach Hilfe, um deine Karriere weiter voranzutreiben und ein erfülltes Arbeitsleben zu führen.

Auswirkung 3: Der Körper wird auch krank

Wie du wahrscheinlich weißt, können uns Panikattacken körperlich auf eine Weise beeinflussen, die wir uns nie vorgestellt hätten. Neben Symptomen wie Herzrasen und Atemnot, führen wiederholte Panikattacken zu chronischer Müdigkeit (Siehe auch: 5 Tipps gegen Müdigkeit bei Angststörung). Auch andere Faktoren wie die Auswirkungen von Zucker können eine Rolle spielen. Als Betroffene fühlen wir uns ständig erschöpft, das Herz rast, wir haben Atemnot.  

Was ist mit den langfristigen Auswirkungen?

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass wiederholte Panikattacken zu chronischer Müdigkeit führen können. Dein Körper ist ständig in einem Zustand der Alarmbereitschaft, was zu einer Erschöpfung der Energiereserven führt. Du fühlst dich ständig müde, egal wie viel du schläfst.

Schlafstörungen sind eine weitere langfristige körperliche Auswirkung. Die Angst vor einer weiteren Panikattacke kann es schwierig machen, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Dies kann zu Schlaflosigkeit und anderen Schlafstörungen führen.

Und dann ist da noch das Herz. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Panikstörung ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen haben. Das ständige Adrenalin und die erhöhte Herzfrequenz können zu Herzproblemen führen. 

Erfolgsgeschichte einer Blog-Leserin

Mein Name ist Sarah, und ich lese öfters die Beiträge von Panikattacken-wastun.

Ich habe mein bisheriges, schmerzliches Leben mit Panikattacken hinter mir gelassen und möchte kurz erzählen, wie ich es geschafft habe, meine Lebensqualität zurückzugewinnen.

Ich hoffe, dass meine Geschichte dir Mut macht und dir zeigt, dass es möglich ist, mit Panikattacken zu leben und dennoch ein erfülltes Leben zu führen.

Es begann vor einigen Jahren, als ich plötzlich von Panikattacken überfallen wurde. Jedes Mal, wenn ich mich in sozialen Situationen befand oder mich in Menschenmengen aufhielt, überkam mich eine überwältigende Angst, begleitet von Herzrasen, Atemnot und Schwindel. Die Kontrolle zu verlieren, war mein größter Albtraum.

Diese Attacken beeinflussten nicht nur meine sozialen Beziehungen, sondern auch meine Aktivitäten. Ich begann, öffentliche Plätze zu meiden und mich von Freunden und Familie zurückzuziehen. Selbst einfache Alltagstätigkeiten wie Einkaufen wurden zu Herausforderungen. Mein Leben schrumpfte aufgrund meiner Ängste und Panikattacken immer weiter zusammen.

Die Auswirkungen auf meine Arbeit waren ebenfalls spürbar. Die ständige Angst vor einer Attacke raubte mir die Konzentration und beeinträchtigte meine Leistungsfähigkeit. Ich machte mir Sorgen, dass meine Kollegen mein angeschlagenes Selbstwertgefühl bemerken und ich meinen Job verlieren würde. Die finanziellen Ängste verstärkten den Druck, den ich bereits verspürte.

Auch auf meine körperliche Gesundheit hatten die Panikattacken Auswirkungen. Mein Herz schien wie wild zu rasen, und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Diese körperlichen Symptome verstärkten meine Angst und verstörten mich zutiefst. Ich hatte das Gefühl, dass mein Körper mich im Stich ließ und dass ich gegen meine eigenen körperlichen Reaktionen machtlos war.

Meine Lebensqualität war stark beeinträchtigt. Ich fühlte mich gefangen in einem Teufelskreis aus Angst und Unsicherheit. Ich hatte das Gefühl, dass mein Leben von meinen Panikattacken kontrolliert wurde, und es schien keinen Ausweg zu geben.

Aber ich entschied mich, dass ich nicht mein ganzes Leben in Angst verbringen wollte. Ich suchte nach Unterstützung und lernte, mit der Krankheit besser umzugehen. Hauptsächlich die Coping-Strategien in den Selbsthilfe-Büchern von Hr. Bernhard gaben mir das Werkzeug in die Hand, um die Attacken „abzuwehren“.

Ich lernte ich, meine Ängste zu verstehen und ihnen zwar Beachtung zu geben, jedoch nicht wegzulaufen. Ich konnte die Gedankenmuster erkennen und gezielt verändern.

Es war ein langer und manchmal schwieriger Weg, aber nach und nach begann ich, meine Ängste zu überwinden. Ich wagte es, mich wieder in soziale Situationen zu begeben und mich meinen Ängsten zu stellen. Es war nicht immer einfach, aber ich spürte, wie ich mit jeder kleinen Herausforderung wuchs und an Stärke gewann.

Mit der Zeit begann sich mein Leben zu verändern. Ich konnte wieder Aktivitäten genießen, die mir früher Freude bereitet hatten, und meine sozialen Beziehungen wurden wieder stärker. Die Panikattacken waren nicht mehr der Mittelpunkt meines Lebens, sondern nur noch ein Teil davon. Ein Teil, der täglich kleiner wird.

Das war meine “kleine Geschichte” zurück in das Leben. Und das kannst auch DU schaffen!

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