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Panikattacken-Ursachen und die 5 häufigsten Auslöser

Panikattacken – das schrecklichste Gesicht der Angst. Ich habe lange darunter gelitten und jahrelang recherchiert, wodurch sie ausgelöst werden und welche (Selbst-)Hilfe wirklich funktioniert. Erfahre alles dazu in diesem Artikel!

Wer leidet unter Panikattacken?

Es gibt mittlerweile sehr viele Studien, welche verdeutlichen, dass sich die Anzahl der Panikattacken-Betroffenen in den letzten Jahren deutlich gesteigert haben. So auch diese Statistik aus dem Jahr 2018, welche in den USA veröffentlich wurde.

Panikattacken Praevalenz Ueber Jahre

Diese Informationen sind hilfreich, doch als Panikattacken-Betroffener ist man mehr an den möglichen Auslösern der Krankheit interessiert.

Hierzu gabe es nun jedoch eine umfangreiche Studie der „National Comorbidity Survey Replication“ durchgeführt vom National Institutes of Mental Health (NIMH). Sie untersuchte konkret die Häufigkeit und Ursachen von psychischen Störungen, einschließlich Panikstörungen, in einer großen nationalen Stichprobe von US-amerikanischen Erwachsenen.

Folgende Ursachen sind demnach die häufigsten als Auslöser eine Panikattacke, Panikstörungen und weiteren psychischen Störungen.

  1. Übermäßige Stressbelastung

  2. Erbliche Veranlagung

  3. Chemische Imbalance im Gehirn

  4. Vergangene belastende Ereignisse (Traumas)

  5. Koffein, Alkohol und bestimmte Drogen

Infos, was eine Panikattacke ist, findest du unter: Was ist eine Panikattacke – ich wollte es genau wissen.

Übermäßiger Stress als Haupt-Ursache für Panikstörungen

Zeitstress

Wie Stress dich krank macht

Stress aktiviert das sogenannte „Fight-or-Flight“-System im Körper, das dafür sorgt, dass wir uns in kritischen Situationen schnell und effektiv verteidigen oder fliehen können. 

Dieses System setzt Hormone frei, die deinen Puls und deine Atmung beschleunigen, deinen Blutzucker erhöhen und deine Muskeln anspannen. Eine dauerhafte Überlastung durch Stress kann jedoch dazu führen, dass dein Körper nicht mehr zwischen Bedrohung und Ruhe unterscheiden kann. Das führt dazu, dass du dich auch in normalen Situationen gestresst und ängstlich fühlst und plötzlich auftretende Panikattacken erlebst. 

Besonders der immer häufiger nachgewiesene Auslöser CMD hängt mit Stress zusammen. Mehr dazu unter: CMD & Panikattacken

Verbindung zwischen übermäßigem Stress und Panikattacken

Forscher haben nun mehrfach eindeutig festgestellt, dass Menschen, die unter chronischem Stress leiden, ein höheres Risiko haben, an Angststörungen zu erkranken, einschließlich Panikstörungen.

Übermäßiger Stress kann das Gefühl von Kontrollverlust und Unsicherheit verstärken, was wiederum die Wahrscheinlichkeit von Panikattacken erhöht, wie wir als Betroffene selbst wissen.

Ursachen von übermäßigem Stress: 

Übermäßiger Stress im Alltag kann aus vielen Gründen entstehen, wie zum Beispiel aus einem überfüllten Arbeitsplan, finanziellen Problemen oder Beziehungskonflikten. Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel ein hoher Arbeitsdruck, fehlende Unterstützung oder unklare Kommunikation, können ebenfalls eine Ursache für übermäßigen Stress sein.

Tipps zur Stress-Bewältigung

Um übermäßigen Stress und damit auch vor der nächsten Panikattacke vorzubeugen, gibt es einige Bewältigungsstrategien, die du ausprobieren kannst:

  • Atemübungen: Indem du tief und bewusst atmest, kannst du deinen Körper beruhigen und den Stress reduzieren. Menschen, welche Flach atmen, leiden häufiger unter Angst oder Panikstörungen. (Siehe auch unseren Artikel: Panikattacken was hilft wirklich?)

  • Bewegung: Sport hilft, Stress abzubauen und die Körperfunktionen zu regulieren. Zudem wird das Herz gestärkt, dein Körper stärker, wodurch die Symptome einer Panikattacke besser verarbeitet werden können.

  • Entspannungstechniken: Methoden wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder Meditation können dir helfen, dich zu entspannen und den Stress zu reduzieren. Seit ich meinen Körper regelmäßig intensiv entspanne, ist die Panikstörung und die dazugehörigen Symptome deutlich zurückgegangen.

  • Veränderung des Lebensstils: Durch Veränderungen im Lebensstil, wie zum Beispiel eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Vermeidung von Stressoren, kannst du deinem Körper helfen, sich besser zu erholen und den Stress zu reduzieren. Viele Menschen entwickeln Angststörungen und Angstanfälle, da sie entgegen ihrer Natur viel zu häufig auf der Couch sitzen, anstatt sich zu bewegen.

Angst, Panikattacken oder Panikstörung können auch erblich bedingt sein!

Laboruntersuchung

Was ist eine erbliche Veranlagung genau?

Eine erbliche Veranlagung beschreibt die Vererbung bestimmter Merkmale oder Eigenschaften von einer Generation auf die nächste. Dies beinhaltet auch die Übertragung genetischer Faktoren, die das Risiko für bestimmte Gesundheitszustände erhöhen können.

Wie wird eine erbliche Veranlagung als Ursache für Panikattacken untersucht?

Wissenschaftler untersuchen die erbliche Veranlagung als Ursache für Panikstörung, indem sie Familienstudien durchführen. Dabei vergleichen sie das Auftreten der Panikstörung bei Familienmitgliedern, um zu sehen, ob es einen genetischen Zusammenhang gibt. Außerdem werden auch Genomanalysen durchgeführt, um spezifische Gene zu identifizieren, die das Risiko für Panikattacken erhöhen können. 

Haben also auch Familienmitglieder gelegentlich dieselben Symptome einer Panikattacke oder leiden sie unter Körper-Reaktionen wie Schwindel, Stress, Zittern, Herzklopfen oder Schweißausbrüchen, könnte es sein, dass genetisch bedingte Angsterkrankungen in der Familie liegen.

Wie du damit umgehen kannst, findest du im Betroffenen-Bericht.

Wissenschaft kann Erbgut auf Angstkrankheiten untersuchen

Es gibt mittlerweile dutzende wissenschaftliche Artikel und Studien, welche den Zusammenhang von Angsterkrankungen bzw. einer Angststörung und dem Erbgut der Familie untersuchen.

Eine umfangreiche Langzeitstudie aus dem Jahr 2002 fand beispielsweise heraus, dass es einen signifikanten genetischen Beitrag zur Entwicklung von Panikstörungen gibt. 

Eine andere Studie aus dem Jahr 2012 kam zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen bestimmten genetischen Varianten und dem Risiko für Panikattacken gibt, nachdem Daten von Tausenden Betroffenen analysiert und ausgewertet wurden. 

Chemisches Ungleichgewicht im Gehirn

Gehirn

Was ist eine chemische Imbalance im Gehirn?

Das Gehirn ist ein komplexes Netzwerk aus Nervenzellen und Neurotransmittern, chemischen Botenstoffen, die Informationen von einer Zelle zur anderen weiterleiten. Eine chemische Imbalance im Gehirn bedeutet, dass es zu einer Störung im Neurotransmitter-System kommt, was zu einer Veränderung der normalen Funktionen des Gehirns führen kann.

Beweise für eine chemische Imbalance als Ursache für Panikattacken

In den letzten Jahren hat es viele Studien gegeben, die eine Verbindung zwischen chemischen Imbalances im Gehirn und Panikattacken zeigen. Einige Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Panikstörungen häufiger eine niedrigere Konzentration an Serotonin und eine höhere Konzentration an Adrenalin im Gehirn aufweisen. 

Andere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Störungen im Dopamin-System und der Entwicklung von Panikstörungen gefunden.

Können Ärzte eine chemischen Imbalance erkennen?

Ja, das ist möglich!
Um eine chemische Imbalance als Ursache für Panikattacken zu diagnostizieren, können verschiedene Tests verwendet werden. Dazu gehören Bluttests, die die Konzentration von Neurotransmittern im Körper messen, sowie Bildgebungs-Studien wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Positronenemissionstomographie (PET), die Veränderungen im Gehirn zeigen können.

Therapieoptionen bei chemischer Imbalance:

Wenn eine chemische Imbalance im Gehirn als Ursache für Panikattacken identifiziert wurde, gibt es verschiedene Therapieoptionen.

Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Medikamenten, die das Neurotransmitter-System beeinflussen. Antidepressiva können beispielsweise das Serotonin-System regulieren und dadurch das Gefühl von Angst und Stress verringern. Andere Medikamente wie Benzodiazepine können das GABA-System beeinflussen und dadurch Angstzustände lindern. 

Wie ihr jedoch wisst, denke ich persönlcih, dass Antidepressiva als Behandlung für Menschen, welche unter Angst oder Angststörungen leiden, meistens NICHT geeignet sind. 

Eine solche Behandlung kann zwar die Symptome der Attacke kurzfristig unterdrücken, jedoch ignoriert sie die Ursachen, die zur Angststörung geführt haben. So zumindest meine persönliche Meinung dazu.

Falls du mehr Anti-Depressiva wissen möchtest könnten folgende Artikel für dich interessant sein:

Traumas können Angstzustände und Panikattacken auslösen

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Was genau sind Traumata?

Traumata sind belastende Ereignisse, die einen Menschen so sehr erschüttern, dass sie das Leben des Betroffenen nachhaltig beeinflussen. Wenn diese Emotionen nicht auf angemessene Weise verarbeitet werden, können sie sich als länger anhaltende Ängste und Depressionen manifestieren. In schwerwiegenderen Fällen kann es auch zu posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) kommen, die durch wiederkehrende Alpträume und Flashbacks gekennzeichnet sind.

Trauma-Heilung ist möglich

In den letzten Jahren hat es viele Studien gegeben, die eine Verbindung zwischen chemischen Imbalances im Gehirn und Panikattacken zeigen. Einige Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Panikstörungen häufiger eine niedrigere Konzentration an Serotonin und eine höhere Konzentration an Adrenalin im Gehirn aufweisen. 

Andere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Störungen im Dopamin-System und der Entwicklung von Panikstörungen gefunden.

Koffein, Alkohol und bestimmte Drogen begünstigen die nächste Panikattacke

Alkohol gegen Panikattacken

Koffein – Herzrasen anstatt mehr Energie

Koffein ist ein Stimulans, das normalerweise in Getränken wie Kaffee, Tee und Energydrinks enthalten ist. Wenn wir koffeinhaltige Getränke konsumieren, möchten wir eigentlich mehr Energie erreichen. Das Problem hierbei ist unter anderem, dass Betroffene, welche unter einer Panikstörung leiden, mit dem damit einhergehenden Herzschlag nicht umgehen können. Sobald das Herz aufgrund des Koffeins schneller zu schlagen beginnt, fühlt man sich an die Panikattacke erinnert. Angstgefühle, Herzklopfen und das Gefühl die Kontrolle zu verlieren ist die Folge.

Für Menschen, die unter Angstzuständen oder einer Panikstörung leiden, kann das Konsumieren von Koffein also zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptome führen und die nächste Panikattacke auslösen. Wir haben jedoch keine Studie gefunden, welche bestätigt, dass Koffein Angststörung oder ähnlichen Angst-Erkrankung auslöst.

Alkohol

Alkohol ist ein zentrales Nervensystemdepressivum, das den Körper entspannt und den Puls verlangsamt. Obwohl man sich beim Trinken von Alkohol prinzipiell entspannt, kann es bei regelmäßigem Gebrauch sogar Angst-Erkrankungen auslösen und eine Panikattacke provozieren.

Außerdem kann ein Abstinenzsyndrom beim Verzicht auf Alkohol ausgelöst werden, wodurch Entzugserscheinungen wie Angst oder Angst-Symptome erstehen können. Im schlimmsten Fall wird eine Panikattacke ausgelöst, wenn der Entzug sehr intensiv ist. In diesem Fall sollte der Betroffene einen Entzug unter ärztlicher Begleitung erwähnen.

Drogen

Bestimmte Drogen wie Kokain, Amphetamine und Ecstasy, können ebenfalls Angstzustände und Panikattacken auslösen. Diese Drogen beeinflussen das zentrale Nervensystem und können schnell und stark den Herzschlag erhöhen und zu Nervosität und Unruhe führen. Zudem können sie länger anhaltende psychische Gesundheitsprobleme verursachen, einschließlich Angststörungen.

Häufige Fragen zu Panikattacken-Auslöser

Selbstversuch

Was sind die Ursachen von Panikattacken?
Panikattacken können durch Stress, genetische Veranlagung, chemische Ungleichgewichte im Gehirn, traumatische Ereignisse und Substanzmissbrauch ausgelöst werden.

Wie beeinflusst Stress Panikattacken?
Übermäßiger Stress aktiviert das “Fight-or-Flight”-System, was zu körperlichen Reaktionen wie beschleunigter Herzschlag und erhöhter Atmung führt, was Panikattacken auslösen kann.

Kann eine Panikstörung vererbt werden?
Ja, es gibt eine genetische Veranlagung für Panikstörungen, die in Familien auftreten kann.

Welche Rolle spielen chemische Ungleichgewichte im Gehirn?
Chemische Ungleichgewichte, wie niedrige Serotonin- oder GABA-Werte, können zu Panikattacken führen, da sie die Stimmung und Stressreaktionen beeinflussen.

Können Substanzen Panikattacken auslösen?
Ja, der Konsum von Koffein, Alkohol und bestimmten Drogen wie Kokain kann Panikattacken begünstigen, indem sie körperliche und mentale Reaktionen auslösen.

Buch-Empfehlungen gegen Panikattacken

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